Geflügel-Haltung

Wer Hühner hält, muss über deren Bedürfnisse und Verhalten Bescheid wissen. Er ist verantwortlich, dass die Tiere gesund bleiben und die Tierschutzvorschriften eingehalten werden. Die Registrierung von Geflügelhaltungen ist obligatorisch.

Hühner auf einer Wiese

Die gesetzlichen Grundlagen für eine tiergerechte Geflügelhaltung finden sich im Tierschutzgesetz (TSchG), in der Tierschutzverordnung (TSchV) und in der Verordnung des BLV über die Haltung von Nutztieren und Haustieren (siehe „Weitere Informationen“).

Seit dem 1. Januar 2010 ist die Registrierung von Geflügelhaltungen obligatorisch. Dies gilt auch für Hobbyhaltungen. Ziele dieser Erfassung sind:

  • die Überwachung der Tiergesundheit
  • die Bekämpfung von Tierseuchen
  • die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln tierischer Herkunft

Die Fachstelle des BLV für Geflügelhaltung ist das Zentrum für tiergerechte Haltung von Geflügel und Kaninchen (ZTHZ) in Zollikofen. Das ZTHZ ist auch die Bewilligungsstelle für serienmässig hergestellte Stalleinrichtungen und Aufstallungssysteme für Geflügel.

Das BLV hat eine Reihe von Fachinformationen herausgegeben, welche wichtige Aspekte der Hühnerhaltung verständlich erläutern.

In den Kontrollhandbüchern für Legehennen und Mastgeflügel sind die gültigen rechtlichen Normen für die Tierhaltenden und Kontrollorgane übersichtlich zusammengefasst (siehe „Weitere Informationen“).

Fachinformationen zu Hühnern

 

Haltung von Wachteln für nichtkommerziellen Gebrauch

Europawachel

Für den privaten Geflügelzüchter und Hobbyhalter wie wir es sind, ist es erlaubt Wachteln ohne Bewilligung zu halten. Laut Herr Oester vom BVET Zollikofen darf ein Hobbyhalter, wie wie es sind, Wachteln in der eigenen Anlage halten, Er sollte sich aber die Vorschriften zur Unterbringung der Tiere im www.bvet.ch anschauen zum wohl der Tiere. Auch dürfen wir keine Eier und Fleisch der Tiere zu gewerblichen Zwecken verkaufen.

Bei der kommerziellen Nutzung sind die Vorschriften aber recht happig und manch einer hat damit gar nicht erst angefangen.

 

 

Wachteleier haben ein Gewicht von 12-15 Gramm. Die Ninjas im Japan vergangener Zeiten glaubten durch den Genuß von Wachteleiern zu Kraft zu gelangen. In China wurden sie zur Behandlung von Allergien verwandt. Der chinesische Pharmakologe Shi Chen untersuchte auch als Erster, schon im 17. Jahrhundert, den medizinischen Wert der Wachteleier. In der Folge bestätigten viele Wissenschaftler die Ergebnisse seiner Arbeit. In Frankreich werden Wachteleier lyophilisiert (getrocknet und pulverisiert) und finden mit Erfolg insbesondere bei Allergien wie Heuschnupfen Anwendung. Erfolgreiche Behandlungen werden darüber hinaus bei Migräne, Anämie, Bronchialasthma, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Diabetes und Verdauungsproblemen beschrieben. Die Eier der Wachtel enthalten für den menschlichen Organismus unentbehrliche Biostimulatoren. Der Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und essentiellen Aminosäuren ist viel öher als in Hühnereiern. Sie eignen sich insbesondere hervorragend als Diätnahrung, für Kinder und Genesende. Es gibt Leute, die mit Wachteleiern ihre Hühnereiweißallergie umgehen und wieder Eierspeisen zubereiten und essen können. Beweise gibt es wohl kaum, aber irgendwie haben Wachteleier wohl nicht umsonst etwas mystisches.

 

Fütterung der Wachtel

Die Wachtelfütterung muss in drei Perioden eingeteilt werden. Auf unterschiedliches Futterangebot in der Wildnis ist die Entwicklung der Wachteln ausgelegt. Etwa so müssen wir es auch in der Gehegehaltung bieten:

1. Die Winterfütterung:  Während der Winterruhe finden und benötigen wild lebende Wachteln in der Natur nur wenig Futter, dementsprechend sollten sie auch in der Voliere kurz gehalten werden. Allerlei Körnerfutterarten mit einem Rohproteingehalt von etwa 15 bis 17 % genügt für die Überwinterung dieser ja ausgewachsenen Vögel. Etwas Obst wie Äpfel oder Birnen lockern den Speiseplan auf und bieten Vitamine. Auch Blätter von Rosenkohl und andere Kohlarten können gegeben werden.

2. Die Zucht: Im Frühjahr steigt mit dem Erwachen der Natur das Nahrungsangebot durch junge Knospen und allerlei Getier, wie Würmer und Insekten, die Wachteln kommen in Brutstimmung. In der Voliere soll das auch durch besseres Futter nachgeahmt werden. Ein Mischfutter mit 20 % Rohproteingehalt, meist spezielles Wachtel- und Ziergeflügelfutter, kann hier gute Dienste leisten. Ergänzt durch junges Grün, z.B. Vogelmiere, Löwenzahn, und auch ein paar Regen- oder Mehlwürmer regen das Eierlegen an. Diese Periode sollte kurz sein, um zu verhindern, dass die Henne zur Dauerlegerin wird und nicht in Brutlust kommt. Ist die Hälfte des voraussichtlichen Geleges vorhanden, sollte das Treibfutter abgesetzt werden.

3. Die Aufzucht: Auf eine Unmenge von Kerbtieren während der ersten Aufzuchtperiode sind die Küken von Natur her eingestellt. Die Aufzucht der Küken sollte daher mit einem sehr eiweißreichen Futter unterstützt werden. Angeboten werden kann hier vorzugsweise ein Aufzuchtfutter für Ziergeflügel mit 26 % Rohprotein. In den ersten Tagen Griesförmig gestaltet (wenn es Pellets sind) mit etwas Backmohn vermischt, kann es bald pur bis zum Ende der dritten Woche gefüttert werden. Dadurch wird das genetisch festgelegte schnelle Wachstum voll ausgeschöpft. Gegner von Fertigfuttermitteln (die es leider völlig unbegründet genügend gibt) können natürlich auch mit anderen Futtermitteln, unterstützt durch Zufütterung gekochten Eies, die Küken in dieser Zeit ernähren. Danach sind die Küken weitgehend befiedert und es kann bzw. muss mit einem Übergang von wenigen Tagen zum Ruhefutter übergegangen werden. Die Tiere brauchen jetzt weniger Eiweiß, da die erste Befiederung erfolgt ist, brauchen nun aber ein langsameres Wachstum, um den Körper voll auszubilden und danach die Befiederung ins Alterskleid anzulegen.

 

Rebhuhn oder Ackerhuhn

http://www.vogelwarte.ch/mp3/DRS1%20Doppelpunkt%20-%20Letzte%20Chance%20für%20das%20Rebhuhn.mp3

 

Aussehen:

Auf den ersten Blick sind Hahn und Henne nicht zu unterscheiden. Das sicherste Unterscheidungsmerkmale sind die oberen Flügeldeckfedern, bei der Henne sind diese quergebändert, während die des Hahnes nur den weißen Längsstrich aufweisen. Oft kann man Rebhahn an seinen kleinen doch auffallenden rot leuchtenden Rosen erkennen. Junge Rebhühner haben gelbe Ständert und einen schwarzen Schnabel. Erwachsene Rebhühner haben graue Ständer und einen grauen Schnabel. Hahn und Henne sind ähnlich gefärbt, nämlich rostfarbenen Kopf und grauen Hals und grauer Unterseite.

Lebensraum:

Als Bewohner der offenen Feldflur meidet das Rebhuhn durch Wälder und Feldgehölze stark strukturierte Gebiete. Optimale Bedingungen bietet eine kleinflächig gegliederte Landschaft mit einer Vielfalt an Kulturen (Acker, Grünland) und zahlreichen Saumstrukturen. Dies können neben Hecken vor allem Randstreifen an Äckern und sandigen Wegen, Böschungen, Brachestreifen und Ruderalfluren sein. Das Nest wird bevorzugt in Altgrasflächen angelegt. Auch Sand- oder Moorheiden, Trockenrasen und Kiesgrubengelände werden besiedelt, doch sind diese Lebensräume sehr selten. Im Winter werden bevorzugt Stoppeläcker und Brachen sowie Heckensäume zum Nahrungserwerb aufgesucht.  Rebhühner sind ausgesprochene Bodenvögel, die sich niemals auf eine Warte setzen

Der Schnee kann segensreich sein. Die Hühner rücken dicht zusammen und bilden in einer Kuhle ein Wärmekollektiv. Ist die Schneedecke jedoch zu tief, der Schnee hart zusammengepackt durch vom Wind verwehte Erdpartikel oder es liegt eine Eiskruste, dann wird es tragisch für die Hühner. So geschehen während der kalten Winter in den 40-ziger Jahren.

 

Fortpflanzung:

Ab der zweiten Aprilwoche werden 10-20 Eier abgelegt, Hauptlegezeit ist im Mai. Nach einer etwa 23-25 Tage langen Brutzeit verlassen die Küken als Nestflüchter unmittelbar nach dem Schlupf das Nest. Nach bereits 13-14 Tagen sind die Jungtiere flugfähig, und ab der 5. Woche selbständig. Der Familienverband („Kette“) bleibt bis zum Winter zusammen. Die Kükensterblichkeit ist abhängig vom Nahrungsangebot, und oftmals deutlich höher als 50 %. Die tag- und dämmerungsaktiven Tiere ernähren sich überwiegend pflanzlich. Die Nahrung besteht u.a. aus Samen und Früchten von Ackerwildkräutern, Getreidekörnern, grünen Pflanzenteilen und Grasspitzen. Zur Brutzeit kann der Anteil tierischer Nahrung (u.a. Insekten, Würmer & Ameisen) stark ansteigen.

Feinde:

Wie beim Fasan sind der Marder, Iltis, Habicht und Fuchs sind auch die Rabenartigen Vögel als Hauptfeinde anzusehen, ein großer Verlust tritt auch durch ausmähen auf, der bei guten Zusammenwirken zwischen Jägerschaft und Landwirtschaft auf ein Minimum reduziert werden kann. Weiterhin sind durch über Tage hinweg nasses und kaltes Wetter erhebliche Verluste bei den Küken in den ersten Lebenswochen zu beklagen.

Jagd:

Die Jagd wir auf dem Rebhuhn nicht ausgeübt, die Jäger verzichten freiwillig, um die Bestände zu erhalten und zu erhöhen.