Artenvielfalt

Artenvielfalt ist die Basis der Evolution

Der Eine oder Andere mag denken, wozu braucht es die ganzen "Unkräuter", die lästigen Krabbeltiere, wie Ameisen, Wespen und Stechmücken, oder die Mäuse und Schnecken; es sind doch schon viele Tiere und Pflanzenarten ausgestorben im Laufe der Zeit, man denke nur an die Dinosaurier. Warum müssen wir uns darüber gross Gedanken machen, die Natur wird es schon richten! Die Welt hat sich immer verändert und wird dies auch weiterhin tun.

Das ist schon richtig, aber der Kern dieses Gedankens beinhaltet die Fähigkeit der Natur sich durch Evolution an veränderte Umstände anzupassen. Das kann sie aber nur, wenn sie genügend Zeit und eine grosse genetische Vielfalt hat. Mit dem sich andeutenden Kollaps der natürlichen Ökosysteme und dem deutlich sichtbaren Artensterben (Insektenschwund, usw.) berauben wir der Natur ihrer mächtigsten Waffe, der Fähigkeit zur Anpassung durch natürliche Evolution.

«Es geht darum der Natur das zu ermöglichen, was sozusagen ihr Kerngeschäft ist. Nämlich eine dauerhafte, optimale Anpassung an die sich ständig und auch immer schneller verändernden Umweltbedingungen zu gewährleisten. Diesen «Job» kann die Natur nur dann erledigen, wenn wir zulassen, dass es eine grösstmögliche Artenvielfalt gibt. Je mehr die Biodiversität abnimmt, desto geringer werden auch die Überlebenschancen einer Art. Das gilt auch für den Menschen.» (aus «Das Verstummen der Natur», Volker Angres und Klaus Peter Hutter)

Das Artensterben ist eine sehr viel grössere Bedrohung als der Klimawandel

Das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten könnte Milliarden Menschen in ihrer Existenz bedrohen. Das ist das Ergebnis eines Berichts über den Verlust der Artenvielfalt, der auf dem UNGipfel Rio+20 bereits 2012 vorgestellt wurde.

 

Ökosystemdienstleistungen, Biodiversität, invasive Arten, der Klimawandel und immer weniger Artenvielfalt: Was man zur Biodiversität wissen sollte.