Naturnahe Gärten

 

        Naturnahe Gärten sind die Grundlage der Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft!       

         Sie sind existentiell für das Überleben von Tieren und Pflanzen, damit auch für uns Menschen!  

 

 Foto: Infostand Naturnahe Gärten OVR 2016

Gärten sind Teil unserer über die Jahrhunderte entstandenen Kulturlandschaft. Ein Wald kann diesen Lebensraum nicht ersetzen und die industriell bewirtschafteten Agrarflächen sicher auch nicht. In natürlichen, strukturreichen Gärten finden Tiere Nahrung und Schutz. In solchen Lebensräumen entwickelt sich eine Pflanzen- und Tiergemeinschaft, die Basis sein kann für die Nahrungskette. Insekten, Kriechtiere, Mäuse oder Früchte und Samen bilden die Nahrung für Vögel und grössere Säugetiere. Die allermeisten sogenannten Unkräuter und Ungeziefer sind sehr wichtig für die Ökologie. Unsere Tier- und Pflanzenwelt ist über einen sehr langen Zeitraum gewachsen und daher eng miteinander verzahnt. Heimische Tiere profitieren am Meisten von heimischen Pflanzenarten. Ein Igel im Garten sucht Schnecken oder Käfer. Vögel fressen Raupen, Würmer, Spinnen, Ameisen, Früchte oder Sämereien. Fledermäuse jagen Fluginsekten. Schmetterlinge saugen an Blüten, aber brauchen für die Eiablage Brennessel oder wilde Möhre. Eine Eidechse braucht Wasser und einen Ort an dem sie sich aufwärmen kann.

Tiere werden im Garten nur heimisch, wenn sie sich dort auch verstecken können. Ein unaufgeräumter Garten ist dafür die beste Voraussetzung. Ein Stapel Totholz, altes Laub, stehengelassene Staudenpflanzen, einheimische Sträucher, ein alter Steinhaufen oder ein kleines Feuchtbiotop bieten Versteck und Nahrung.

Auch wir Menschen profitieren von natürlichen Lebensräumen. Wir brauchen Bienen und andere Insekten zum Bestäuben unserer Obstbäume. Wir fühlen uns wohl, wenn wir in eine natürliche Landschaft schauen. Viele Wildkräuter wurden vor gar nicht langer Zeit noch gegessen. Einige haben ganz erstaunliche Heilkräfte. Leider ist viel von diesem "natürlichen Wissen" mit den Jahren verloren gegangen. Auch die Gewissheit (Weisheit), dass man einen Teil der Ernte der Natur überlässt, ihr also etwas zurück gibt, vielleicht sogar opfert, ist durch unsere Gläubigkeit an Wachstum, Wissenschaft und Rationalität auf der Strecke geblieben. Naturnahe Gärten machen nicht mehr Arbeit, wenn man bereit ist seine Sichtweise zu ändern. Jeder der Samstags Rasen mähen muss, weiss das vermutlich.

Greenpeace Interview "Ich plädiere für eine gewisse Faulheit im Garten!"

BAfU /Biodiversität in der Gemeinde: Brennpunkt Gemeinde: Biodiversität ist ein wichtiger Standortfaktor

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Der Naturgarten

bioterra.ch : Bedeutung von Naturgärten für die BiodiversitätElemente des Naturgartens

 Fachbetriebe für naturnahe Gärten in der Schweiz auf Bioterra.ch

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Permakultur

Schön, pflegeleicht und nützlich für Mensch und Tier (Wohl die beste Form naturnaher Gärten!)

Website von Permakultur Schweiz

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Der vogelfreundliche Garten

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Vogelwarte Sempach: Merkblatt Der Vogelfreundliche Garten

Wenn Vögel in Ihrem Garten brüten sollen, brauchen sie Verstecke für ihre Nester. Höhlen- oder Nischenbrüter brauchen zusätzliche Nisthilfen. Helfen können Sie den Vögeln auch durch eine Wildvogelfütterung.

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 Der Insektenfreundliche Garten, ein Beispiel: "Hortusinsektorum"

 Der 3 Zonen Garten