Gartenrotschwanz

gartenrotschwanz header 

Der Gartenrotschwanz

ist eine der Prioritätsarten der Schweiz und wird deshalb mit einem speziellen Artenschutzprogramm gefördert.

artenfoederung-voegel.ch/gartenrotschwanz  

Der Gartenrotschwanz liebt strukturreiche Areale mit reichlich Insektennahrung, geeigneten Sitzwarten, um Insekten am Boden und in der Luft fangen zu können, und vor allem passende Bruthöhlen, am liebsten in alten Obstbäumen oder Nisthilfen. Heute findet er dies noch am ehesten in Streuobstwiesen und Bauerngärten, in naturnahen Kleingärten und Parks mit altem Baumbestand. Auch lichte Wälder und Waldränder zählen zu seinem Lebensraum.

lebensraum gartenrotschwanz

 Link zur Vogelwarte Sempach (Verbreitung und nähere Infos)   

Der Gartenrotschwanz ist ein Langstreckenzieher und Insektenfresser. Bis in die 1950er Jahre war der Gartenrotschwanz in Mitteleuropa ein häufiger Vogel. Doch in den vergangenen Jahrzehnten verlor er vielerorts seinen Lebensraum. Vor allem die für ihn wichtigen Streuobstwiesen rund um Dörfer und Städte verschwanden zusehends, meist zugunsten von Baugebieten. Vielfältige Strukturen wie Hecken oder alte Baumreihen wurden im Zuge der intensivierten Landwirtschaft beseitigt – und mit ihnen die nötigen Brutmöglichkeiten. Pestizide auf den Feldern vernichteten zudem einen großen Teil der Insektennahrung.

 

Unterscheidung Gartenrotschwanz und Hausrotschwanz

 

 gartenrotschwanz maennchenGartenrotschwanzmännchen im Prachtkleid.

Der Gartenrotschwanz ist im Vergleich zum Hausrotschwanz farbenprächtiger. Merkmale: Der weisse Stirnfleck und der rötliche Bauch!

 gartenrotschwanzweibchenDas Weibchen des Gartenrotschwanzes ist weniger auffällig, aber auch hier erkennt man die die helle Bauchseite mit der rötlichen Einfärbung.

Hausrotschwanzmännchen 

Hausrotschwanz maennchenDer Hausrotschwanz ist der in der Schweiz am weitesten verbreitete Vogel und nicht gefährdet!

Hausrotschwanzweibchenhausrotschwanz weibchen

Nisthilfen

Der Gartenrotschwanz kommt, als Langstreckenzieher, im Frühling später bei uns an. Dann sind die meisten Nistkästen schon besetzt. Daher ist es wichtig, dass in einem geeigneten Lebensraum auch genügend Nistkästen vorhanden sind. Die richtige Dichte ist erreicht, wenn auch mal Kästen leer bleiben. Mehr zu diesem Thema unter: Wo kann man Nisthilfen aufhängen im Garten? Obwohl er auch in Standdardnistkästen einzieht (Meisenkasten), bevorzugt er, wenn möglich Nistkästen mit mehr Lichteinfall. Daher gibt es spezielle Nisthilfen, die mehr Licht hineinlassen (Halbhöhlen), die aber gleichzeitig katzensicher sind. Den gleichen Nistkastentyp bevorzugt übrigens auch der Trauerschnäpper, ebenfalls ein Langstreckenzieher, der im gleichen Lebensraum beobachtet werden kann.